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Bewährte Tee- und Kräutermischungen für den Ansatz Ihres Kombucha Pilzes / Teepilzes
Das Kombucha Pilz Grundrezept
Am einfachsten wächst der Kombucha Pilz in gezuckertem Schwarztee. Auch in reinem Grüntee funktioniert die Kultur hervorragend.
Wer Wert auf die vollen Inhaltsstoffe des Grüntees legt, gibt seinen Teepilz in einen reinen Grüntee-Ansatz. Das fertige Kombucha-Getränk hat dann einen leichten, fruchtig-herben Geschmack.
 Wer eher den voll-aromatischen, wuchtigen Charakter des Schwarztees liebt, der setzt seinen Kombucha Pilz am besten in purem Schwarztee an. Auch in reinem Schwarztee produziert der Teepilz alle seine wertvollen Inhaltsstoffe. Nur die speziellen Inhaltsstoffe des Grüntees (z.B. Gerbsäuren) fehlen dann.
Als ideale Mischung (was Pilzwachstum, Geschmack und Inhaltsstoffe betrifft) empfehlen wir folgendes Grundrezept:
Schwarztee und Grüntee zu gleichen Teilen oder 30:70 mischen. Auch bei einer Mischung von 30% Schwarztee und 70 % Grüntee schlägt das typische Schwarztee-Aroma noch gut durch. Benutzen Sie möglichst keine aromatisierte Tees, weil die ätherischen Öle dem Kombucha schaden können. Am besten Sie verwenden Tees aus kontrolliert-biologischem Anbau - dem Kombucha Pilz und Ihrer Gesundheit zuliebe. Die Kultur in herkömmlich erzeugtem Tee ist aber problemlos möglich.
Was die Auswahl der Teesorten betrifft, können Sie selbst experimentieren. Probieren Sie aus, was Ihnen am besten schmeckt! Deftige Schwarztees wie z.B. Ostfriesenmischungen ergeben ein entsprechend starkes, fast malziges Getränk. Leichte Darjeelings und First Flush-Tees einen feinduftigen, leichten Kombucha. Auch bei den Grüntees können Sie durch die Auswahl Ihren ganz persönlichen Kombucha-Geschmack kreieren. Egal ob Sie herben Bancha oder milde, edle Grünteesorten verwenden, der Kombucha-Pilz gedeiht in allen nicht-aromatisierten Varianten. Wenn Sie einen besonders anregenden Kombucha als Energy-Drink wünschen, empfehlen wir einen grünen Sencha als Basis. Sencha enthält besonders viel Koffein, das durch die Gerbsäure aber sehr verträglich ist und vom Körper langsam aufgenommen wird.
Noch mehr über die verschiedenen Grün- und Schwarzteesorten und ihren Einfluss auf das Kombucha-Getränk erfahren Sie in unserem Wellness-Drinks Aktuell über “Kombucha und Tee”.
 Mit Schwarz- und Grüntee sind sie stets auf der sicheren Seite. Bei allen Experimenten mit Kräutern oder aromatisierten Tees gibt es einen einfachen, aber wirkungsvollen Tipp: Bewahren Sie immer eine kleine Kombucha-Kultur auf, die in "normalem" Tee gezüchtet wurde. Nur zur Sicherheit, falls es mit dem Experiment mal nicht funktioniert. Wenn sich nach mehreren Tagen keine neue Pilzhaut bildet und der Tee muffig riecht, können Sie ihn einfach wegkippen und haben trotzdem noch einen gesunden Kombucha-Pilz übrig. Ein solcher "Seitenableger" macht auch gar nicht viel Arbeit: Da Sie ihn ja gar nicht trinken wollen, kann er ruhig sehr sauer werden. Es reicht, wenn Sie ihn alle 2-3 Wochen neu ansetzen.
Kräutermischungen
 Auch in reinen Kräutertees wächst der Kombucha-Teepilz. Allerdings sollte man etwas vorsichtig sein und den Pilz gut beobachten. Manchmal stellt er in Kräutertees das Wachstum ein. Falls der Teepilz in der Kräuterlösung nicht mehr gedeiht, kehren Sie einfach zur "normalen" Kultur zurück. Eine sehr gute Möglichkeit ist auch, die Kräutermischungen mit 20 bis 50 % Schwarz- oder Grüntee zu mischen, da diese immer noch die beste Nährlösung für den Teepilz bilden. Dann gibt es selten Probleme.
Bei den Kräutermischungen können Sie selbst ausprobieren, was Ihnen schmeckt - und was Ihnen gut tut. Aber auch hier gilt: Keine Kräuter mit einem hohen Gehalt an ätherischen Ölen verwenden! Sie hemmen die Gärung des Teepilzes. Verzichten sollten Sie daher auf: Orangenschalen, Zitronenschalen, Pfefferminze, Melisse, Fenchel, Salbei, Kamille, Johanniskraut, Anis, Heidelbeerblätter, Mate und diverse Früchtetees. Alle Kräuter, die in den Mischungen unten aufgeführt sind, können Sie sehr gut für eigene Mischungen kombinieren.
Folgende Kräutermischungen haben sich in der Praxis gut bewährt. Sie können Sie selbst herstellen oder sich in der Apotheke fertig mischen lassen:
- Kräutermischung 1: Hagebuttenschalen, Brennesselblätter und grüner Tee zu gleichen Teilen gemischt
- Kräutermischung 2: Schafgarbe, Brennesselblätter, Vogelmiere, Löwenzahn, Waldmeister und Dost zu gleichen Teilen gemischt
- Kräutermischung 3: Brombeerblätter, Himbeerblätter, schwarze Johannisbeerblätter und Walderdbeerblätter zu gleichen Teilen gemischt
- Kräutermischung 4: 1 Teil Bärlapp, 1 Teil Brennessel, 2 Teile Löwenzahn, 3 Teile Schafgarbe
- Kräutermischung 5: Schafgarbe, Löwenzahn, Himbeerblätter, Brennessel und Holunderblüten zu gleichen Teilen gemischt
Verwenden Sie nur getrocknete Kräuter (egal ob gekauft oder selbst gesammelt), da frische Kräuter mit zu vielen Mikrosporen belastet sind und schnell zu Falschgärungen des Teepilzes führen.
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Kombucha-Kultur mit Früchten
 Es ist auch möglich, den Kombucha-Teepilz mit Früchten anzusetzen. Geben Sie pro Liter normalem Kombucha-Ansatz einige Esslöffel gekochter Früchte zu, z.B. Himbeeren, Erdbeeren, Pfirsich, Pflaumen oder Äpfel. Gerade im Sommer erhalten Sie so ein wunderbar fruchtiges Getränk. Sie sollten aber genau so vorsichtig verfahren wie bei der Kultur mit Kräutern: Für den Notfall immer einen "normal" gezogenen Kombucha aufheben! Vor allem dürfen Sie nur gekochte oder eingelegte Früchte verwenden, egal ob aus dem Glas oder der Dose, ob gekauft oder selbstgemacht. Frisches Obst ist mit zu vielen Mikrosporen belastet und verdirbt leicht den Ansatz.
In den fertig vergorenen Kombucha, der nur kurzfristig im Kühlschrank aufbewahrt wird, dürfen Sie natürlich auch frische und pürierte Früchte einlegen.
Tipps dazu finden Sie auf der folgenden Seite: Leckere und gesunde Rezepte mit Kombucha
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